EMDR-Therapie in Hamburg
Behutsame
Begleitung
Individuelles
Tempo
Bilaterale
Stimulation
Sicherer
Rahmen
Was ist EMDR?
EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing (auf Deutsch: Desensibilisierung und Neuverarbeitung durch Augenbewegungen). Es handelt sich um ein wissenschaftlich fundiertes psychotherapeutisches Verfahren, das seit Mitte der 1990er-Jahre erfolgreich in der Traumatherapie und vielen weiteren Anwendungsbereichen eingesetzt wird.
Im Mittelpunkt der Methode steht die sogenannte bilaterale Stimulation – also die abwechselnde Anregung beider Gehirnhälften. Ursprünglich erfolgte dies über gezielte Augenbewegungen. Heute fließen auch Tastsignale (kinästhetische Reize) und akustische Reize ein, um die Wirksamkeit durch die Einbindung mehrerer Sinne zusätzlich zu verstärken.
Wie wirkt EMDR?
EMDR setzt direkt an den neuronalen Verarbeitungsprozessen im Gehirn an. Bei extrem belastenden Erlebnissen oder Traumata kann es zum sogenannten „sprachlosen Entsetzen“ kommen: Bildhafte Erinnerungen werden in der rechten Gehirnhälfte abgespeichert, während das Sprachzentrum in der linken Gehirnhälfte blockiert ist. Dadurch fällt es schwer, das Erlebte in Worte zu fassen und nachhaltig zu verarbeiten.
Während einer EMDR-Sitzung werden unter therapeutischer Begleitung die natürlichen Augenbewegungen simuliert, die wir sonst aus den nächtlichen Traumphasen (REM-Phasen) kennen:
- Synchronisation: Durch die bilaterale Stimulation werden beide Gehirnhälften gezielt aktiviert und miteinander verknüpft.
- Entlastung: Blockierte Erinnerungen lösen sich, emotionale Spannungen lassen nach und eigene Ressourcen werden wieder zugänglich.
- Nachhaltigkeit:Die Methode führt häufig schon nach wenigen Sitzungen zu spürbaren und dauerhaften Veränderungen.
Zahlreiche internationale Studien bestätigen die hohe Wirksamkeit und schnelle Effektivität von EMDR. Heute ist das Verfahren weltweit anerkannt und lässt sich hervorragend mit anderen Therapiekonzepten kombinieren.
Anwendungsgebiete von EMDR
Ursprünglich vor allem zur Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) entwickelt, hat sich das Einsatzspektrum von EMDR stetig erweitert.
Wie läuft eine EMDR-Behandlung ab?
Eine EMDR-Behandlung beginnt mit einem persönlichen Gespräch, einer sorgfältigen Anamnese und einer gemeinsamen Einschätzung Ihrer aktuellen Situation.
Vor der Bearbeitung belastender Erinnerungen steht die Stabilisierung und Vorbereitung.
EMDR mit Lichtbrille
Neben klassischen Formen der bilateralen Stimulation kann in der Praxis auch eine Lichtbrille mit wechselseitigen Lichtimpulsen eingesetzt werden.
Die visuellen Reize wechseln zwischen links und rechts und können die bilaterale Stimulation innerhalb einer EMDR-Anwendung unterstützen.
Die Lichtbrille ist kein eigenständiger Ersatz für eine psychotherapeutische Behandlung, sondern ein mögliches Hilfsmittel im individuell abgestimmten therapeutischen Prozess.
Was bedeutet bilaterale Stimulation?
„Bilateral“ bedeutet, dass die linke und rechte Seite abwechselnd stimuliert werden. Welche Form geeignet ist, wird individuell entschieden.
Augenbewegungen
Geführte visuelle Reize.
Töne
Abwechselnde akustische Signale.
Berührung
Alternierende taktile Reize.
Lichtimpulse
Visuelle Stimulation mit Lichtbrille.