Im Klas­sen­rat gestal­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler einer Klas­se ihr Zusam­men­le­ben, durch das Schü­ler­par­la­ment auch das der gan­zen Schu­le. Sie kön­nen eige­ne Ideen ein­brin­gen, dis­ku­tie­ren und ent­schei­den über ihre Anlie­gen, pla­nen Akti­vi­tä­ten und set­zen sie um. Der Klas­sen­rat bie­tet einen Rah­men sich“zu strei­ten” und zu ler­nen, dass die Mehr­heit ent­schei­det, selbst wenn man sei­ne Idee für die rich­ti­ge hält. So führt der Klas­sen­rat zu einem bewuss­te­ren Zusam­men­le­ben, för­dert die Gemein­schaft der Klas­se und schafft ein posi­ti­ves Lernklima. 

Im Klas­sen­rat trai­nie­ren die Schü­le­rin­nen und Schü­ler ihre Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit und Sozi­al­kom­pe­ten­zen wie:
- (akti­ves) Zuhö­ren,
- frei vor ande­ren zu spre­chen.
- fair und wert­schät­zend mit­ein­an­der umzu­ge­hen,
- sich eine eige­ne Mei­nung zu bil­den und sie zu ver­tre­ten,
- Ver­ant­wor­tung für sich und ande­re zu über­neh­men,
- Per­spek­ti­ven zu wech­seln,
- Auf­ga­ben gerecht zu wer­den,
- demo­kra­ti­sche Ent­schei­dun­gen mitzutragen.

Demo­kra­tie ler­nen
Im Klas­sen­rat üben die Schü­le­rin­nen und Schü­ler von klein auf, demo­kra­tisch zu han­deln:
In der Grup­pe dis­ku­tie­ren sie ihre Anlie­gen und lösen Pro­ble­me, akzep­tie­ren Mehr­heits­mei­nun­gen und ach­ten Min­der­hei­ten. Sie erle­ben, wie Dis­kus­si­ons-und Ent­schei­dun­gens­pro­zes­se funk­tio­nie­ren. So ler­nen die Schü­le­rin­nen und Schü­ler im geschütz­ten Rah­men des Klas­sen­rats, selbst Demo­kra­tie zu gestalten. 

Die Rol­len im Klas­sen­rat
Alle Schü­le­rin­nen und Schü­ler über­neh­men im Klas­sen­rat unter­schied­li­che Rol­len, die essen­ti­ell für sein Gelin­gen sind: Sie lei­ten die Sit­zung, pro­to­kol­lie­ren die Ergeb­nis­se, ach­ten auf die Zeit und die Ein­hal­tung der Regeln und sind Mit­glie­der der Dis­kus­si­on. Die Über­nah­me einer Rol­le ist eine Her­aus­for­de­rung, aber auch eine gro­ße Lern­chan­ce für die Schü­le­rin­nen und Schü­ler. Die Aus­sicht stär­ker zum Gelin­gen des Klas­sen­rats bei­tra­gen zu kön­nen, moti­viert auch die gesam­te Klas­se zum Ler­nen, gera­de an Grund­schu­len. Es ist hilf­reich, wenn sich die Lehr­kraft zu Beginn der Rol­len­über­nah­me Zeit nimmt, um die ein­zel­nen Auf­ga­ben zu bespre­chen. Jeder Schü­ler hat eine Rol­le und ist in den Klas­sen­rat involviert. 

  1. Mode­ra­to­rIn / Vor­sit­zen­de®
    “Ich füh­re durch die Tages­ord­nung und lei­te die Dis­kus­si­on, damit wir zu Ergeb­nis­sen kommen.”
  2. Pro­to­kol­lan­tIn
    “Ich schrei­be unse­re Anlie­gen und Beschlüs­se auf, damit wir uns spä­ter dar­an erinnern.”
  3. Regel­wäch­te­rIn
    “Ich pas­se auf, dass sich jeder an unse­re Regeln hält, damit unser Klas­sen­rat funktioniert.”
  4. Zeit­wäch­te­rIn
    “Ich ach­te auf die Zeit, damit wir alle Anlie­gen bespre­chen können.
  5. Rats­mit­glie­der: Alle ande­ren Kin­der.
    “Wir brin­gen unse­re Anlie­gen in den Klas­sen­rat ein und äußern unse­re Mei­nung, damit wir im Klas­sen­rat Lösun­gen für unse­re Anlie­gen finden.”

Die Lehr­kraft ist eben­falls ein Rats­mit­glied und hat eine Stim­me wie alle ande­ren. Im 1. Schul­jahr über­nimmt sie gro­ße Tei­le der Mode­ra­ti­on und die Pro­to­koll­füh­rung. Ziel ist es, immer mehr Auf­ga­ben an die Kin­der abzu­ge­ben, sobald die­se die Auf­ga­ben bewäl­ti­gen kön­nen. Auf­ga­be der Lehr­kraft ist es, der Klas­se bei der Gestal­tung die­ses Lern- und Erfah­rungs­rau­mes unter­stüt­zend zur Sei­te zu stehen.

Die Schü­ler ler­nen durch den Klas­sen­rat, selbst Ver­ant­wor­tung für die Gemein­schaft zu übernehmen. 



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